Halbzeitbilanz Personaltransfer Karmann Osnabrück: Zusatzqualifikationen orientieren sich am Markt
CNC-Schulung mit IHK-Zertifikat
„Es vergeht keine Woche, in der wir keine Anfrage nach Fachkräften mit CNC-Kenntnissen haben. Der Markt ist so gut wie leer gefegt“, sagt Reiner Rode. Er ist einer der Research-Spezialisten von Schaffer service, die auch nach verdeckten Stellen für die ehemaligen Karmann-MitarbeiterInnen forschen. Rode hat sich gemeinsam mit Qualifizierungsmanager Thomas Möller eine bundesweit einzigartige Neukonzeption für eine Schulung ausgedacht. Gemeinsam mit der Berufsbildenden Schule (BBS) Brinkstraße und der IHK Osnabrück haben sie für ihre Klienten eine Fortbildung auf die Beine gestellt, die es in sich hat: Nicht nur Arbeitsabläufe, sondern auch die Zerspanungsstrategie wird bei den zukünftigen CNC-Drehern und -Fräsern geschult. Die „Fachkraft Zerspanungstechnik“, die abschließend durch die IHK zertifiziert wird, ist eine bundesweit einzigartige Neukonzeption, die den Teilnehmern jene Fähigkeiten an die Hand gibt, die ihren zukünftigen Arbeitgebern bares Geld einspart.Dementsprechend gute Chancen haben die Fachkräfte am Arbeitsmarkt: „Mindestens 20 Betriebe aus der Region“, sagt Rode, „warten händeringend auf die fertig ausgebildeten Mitarbeiter.“ Diese Chance auf qualifizierte Arbeitsplätze will die Schaffer service GmbH für ihre Klienten nutzen: Innerhalb von nur zwei Monaten ist die Idee, die Nachfrage nach entsprechend qualifizierten Werkzeugmachern, Schlossern und Industriemechanikern mit einer speziellen Nachschulung zu bedienen, gemeinsam mit der IHK und den Berufsbildenden Schulen Osnabrück Brinkstraße umgesetzt worden. Die BBS stellt ihre CNC-gesteuerten Maschinen mit Heidenhain- bzw. Traub-Steuerungen und ihre Dozenten zur Verfügung, die auf aktuellem Stand lehren.
„Das Modell der bedarfsorientierten Weiterbildung, das die Firma Schaffer service GmbH als Transfergesellschaft der Firma Karmann verfolgt, hat sich als außerordentlich erfolgreich erwiesen“, betont Qualifizierungsmanager Möller. Auch vor diesem Hintergrund konnten schon weit mehr als ein Drittel der Klienten der Schaffer service GmbH in neue, feste Arbeitsverhältnisse vermittelt werden.
Kontakt:
Schaffer service (Research), Reiner Rode, Tel. 0541-5813066Vom Band auf die Lok
Seit Anfang März werden zehn ehemalige Karmann-Mitarbeiter in der Handwerkskammer (Berufsbildungszentrum) Bramscher Straße in Osnabrück im Auftrag des Verbandes Deutscher Eisenbahnfachschulen zu Triebfahrzeugführern für die WestfalenBahn GmbH (WFB) ausgebildet. Das in Bielefeld ansässige neue Eisenbahnverkehrsunternehmen wird ab Dezember 2007 das Teutoburger Wald-Netz (TWN) betreiben. Es umfasst den regionalen Schienenpersonennahverkehr auf den Strecken Bielefeld-Herford-Osnabrück-Rheine-Bad Bentheim, Bielefeld-Herford-Altenbeken-Paderborn, Münster-Rheine sowie Münster-Osnabrück (insgesamt 300 km Strecke). Dazu werden 19 neue Elektrotriebwagen des Typs "FLIRT" eingesetzt. Für die Standorte Rheine, Osnabrück, Bielefeld und Paderborn werden Lokführer gesucht, die nicht unbedingt praktische Erfahrungen im Zugfahrdienst aber eine passende Berufsausbildung, regionale Kenntnisse haben müssen sowie die Bereitschaft zu Schichtarbeit auch nachts und am Wochenende mitbringen sollten.Aus Sicht von Rainer Blüm, Geschäftsführer der WestfalenBahn, erfüllen die ehemaligen Karmann-Mitarbeiter die Voraussetzungen für die neue Aufgabe. „Für die Auswahl von Triebfahrzeugführern sind in erster Linie eine abgeschlossene Berufsausbildung, möglichst in einem technischen oder handwerklichen Bereich wichtig. Wenn es später bei den Fahrzeugen zu Störungen kommt, müssen die Mitarbeiter relativ schnell das Fahrzeug wieder fahrtüchtig machen können". Zusätzlich haben ihm die präzisen, vorselektierten Bewerberprofile von Schaffer service geholfen, eine Auswahl für die neunmonatige Ausbildung zum Triebwagenführer zu treffen. Von den 48 Ausbildungsplätzen belegt Schaffer service zehn.
Darunter ist auch ein 47-jähriger Bissendorfer, der bei Karmann in der Fertigmontage beschäftigt war. Er und seine ehemaligen Kollegen unter den Umschülern sind zuversichtlich, dass sich die neue Berufsperspektive zu einem vergleichsweise krisensicheren Arbeitsplatz bei der WestfalenBahn entwickelt wird und fühlen sich in der Ausbildung wohl: „Gute Kollegen, gute Truppe, macht Spaß“, findet er. Die Umschulung ist in Kooperation der Arbeitsagentur Osnabrück und Schaffer service mit der WestfalenBahn und dem Verband Deutscher Eisenbahnfachschulen entstanden.
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Schaffer service (Research), Thomas Gerwert, Tel. 0541-5813067Fundierte Vorbereitung für Auswanderer
Ein gelernter Industriemechaniker (Fachrichtung Betriebstechnik im Gleisbaubetrieb) mit Berufserfahrung hat die Kündigung bei Karmann als Chance gesehen, endlich mit seiner Frau (Bäckerin) nach Australien oder Neuseeland auszuwandern und dort zu arbeiten. Das Paar sieht dort bessere Jobperspektiven für sich als in Deutschland oder anderen Ländern Europas. Ein ungebremster Aufschwung und Arbeitslosentiefstände lassen Australien inzwischen händeringend in aller Welt nach Fachkräften Ausschau halten. Die Arbeitslosigkeit in Australien hat mit fünf Prozent den tiefsten Stand seit 28 Jahren erreicht. Zugleich verzeichnet die Wirtschaft seit 14 Jahren ungebrochenes Wachstum. Die Geburtenrate reicht nicht aus, um für ausreichend Nachschub an Arbeitskräften zu sorgen. Regierungschef John Howard hatte von einigen Monaten versichert: „Egal von wo auf der Welt: Wir nehmen ausgebildete Menschen, die den Anforderungen entsprechen.“ Der Fokus der australischen Regierung im Einwanderungsprogramm liegt bei Arbeitgeber gesponsorter Einwanderung, Staat/Region gesponsorter Einwanderung und Einwanderung besonders qualifizierter Fachkräfte.Der von Schaffer service betreute Industriemechaniker hat über www.noborders-group.com ein australisches Visum beantragt. Nach Visumerhalt kann NO BORDERS ihm konkret Stellen anbieten. Voraussetzung ist das Visum. Unabhängig von diesem Weg in den australischen Arbeitsmarkt suchte er auch selbst nach Firmen, die Sponsorshiping anbieten (Arbeitgeber gesponsorter Einwanderung) und stellte sich dort vor. Er und seine Frau waren aus diesem Grund in den Weihnachtsferien in Australien. Das dortige Klima führte zu einer Verschiebung der Gebietssuche, da sich vor Ort einige Gegenden doch als zu heiß herausstellten. Die australischen Jobbörsen waren ebenfalls sehr hilfreich bei der Stellensuche.
Da die Wartezeiten mit mindestens einem halben Jahr sehr lang sind, wurden in dieser Zeit mit Schaffer service die Auflösung der Wohnung in Osnabrück, die Verschiffung des Hausrats, die Wohnungssuche in Australien etc., aber auch eine zweite Option besprochen: Neuseeland. Auch die Neuseeländer suchen ausländische Fachkräfte. Vorteil: Die Einwanderungsbedingungen sind weitaus leichter zu erfüllen und eine Arbeitsaufnahme schneller möglich. Die Firma, für die ein Bekannter des Klienten arbeitet, sowie benachbarte Unternehmen suchten ebenfalls Fachkräfte. Mehrere Bewerbungen waren erfolgreich. Das Paar ist nach Ostern nach Neuseeland geflogen. Bald wird sich herausstellen, welches Jobangebot bzw. Land es sein soll.
Englisch ist die Grundvoraussetzung, um in Australien oder Neuseeland arbeiten zu können. Ohne die Sprache gut zu beherrschen, hätte der Klient keine Vermittlungschancen gehabt. Bereits vor Eintritt in die Transfergesellschaft hatte er in Eigeninitiative seine Sprachkenntnisse mit zwei Englischkursen bei einer Sprachschule in Osnabrück aufgefrischt und einen dritten belegt. Schaffer service hat – obwohl sonst Sprachkurse nicht bezahlt werden – ausnahmsweise einen zusätzlichen dreiwöchigen Crashkurs mit anschließendem zweiwöchigen Einzelcoaching gefördert, um Kommunikation, Grammatik und allgemeine Korrespondenz für den Alltag zu verbessern und ganz gezielt auf noch vorhandene individuelle Lücken einzugehen.
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Schaffer service (Research), Thomas Gerwert, Tel. 0541-5813067Datei zum Download:
Hintergrund090407-rs.doc