Diese Seiten beschreiben beispielhaft unser Projekt bei Karmann in Osnabrück.

Personaltransfer Karmann Osnabrück: Qualifizierung und Vermittlung laufen gut

175 von 402 ehemaligen Autobauern haben bereits neue Jobs / Schaffer service qualifiziert Produktionsmitarbeiter nach individuellen Anforderungen der Unternehmen / Starthilfe für Existenzgründungen

31. Juli 2008

(bg) Osnabrück, 31. Juli 2008. Ein halbes Jahr nach der Kündigung haben viele der rund 500 ehemaligen Mitarbeiter des Osnabrücker Automobilzulieferers Wilhelm Karmann GmbH neue Berufsperspektiven: 43,5 Prozent (175) der 402 ehemaligen Autobauer, die sich auf der Grundlage des im Januar 2008 ausgehandelten Sozialplans für die Betreuung durch die Personaltransfergesellschaft Schaffer service GmbH entschieden haben, sind wieder im Job. Lediglich zwei Fachkräfte befinden sich in Zeitarbeitsverhältnissen, 16 haben sich für den Schritt in die Selbstständigkeit entschieden.

Das bis Ende dieses Jahres avisierte Ziel, mit intensiver Einzelberatung und marktorientierten Qualifizierungsstrategien mindestens 60 Prozent der Fachkräfte zu vermitteln, sei mit Sicherheit erreichbar, sagte Rommy Schaffer, Geschäftsführerin Schaffer service GmbH, am Donnerstag in Osnabrück. Die Transfergesellschaft betreute bereits erfolgreich die Karmann-Mitarbeiter, die seit September 2006 aufgrund der anhaltenden Auftragsflaute im Unternehmensbereich Fahrzeugbau ihre Stellen im Osnabrücker Werk verloren hatten. Von den 642 Fachkräften, die seinerzeit zu Schaffer service wechselten, haben mittlerweile 80 Prozent wieder Arbeit.

Passgenaue Qualifizierung für Produktionsmitarbeiter
Seit Februar 2008 hat die Transfergesellschaft ihren Klienten 122 Fortbildungen und Informationsveranstaltungen angeboten. Neben Schulungen für künftige Triebfahrzeugführer, CNC-Kräfte, Industrieisolierer, Laminierer, Qualitätssicherer, Schweißer, Busfahrer, Berufskraftfahrer und Sicherheitskräfte organisiert das Schaffer-Team in Osnabrück auch individuelle Fortbildungen für Gründungswillige, damit der Start in die Selbstständigkeit optimal verläuft. Aktueller Schwerpunkt ist die Fortbildung von bis zu 60 Produktionsmitarbeitern für die Metall verarbeitende Industrie. Gemeinsam mit der Berufsbildungsgesellschaft Georgsmarienhütte mbH wurden Qualifizierungsmodule entwickelt, die grundlegende Kenntnisse zum Führen von Maschinen und Anlagen vermitteln. „Unternehmen, die speziell geschulte Produktionsmitarbeiter benötigen, sollten unbedingt mit uns sprechen. Wir richten die Schulung auf ihre jeweiligen Anforderungen aus“, verspricht Thomas Gerwert, Leiter Research Schaffer service GmbH.

Individuelle Strategieplanung für den neuen Job
Wie erfolgreich die Betreuung und Qualifizierungsstrategie von Schaffer service sind, zeigen drei Beispiele: Ingo Maatz war seit 1981 im Osnabrücker Karmann-Werk als Facharbeiter in der Lackiererei und im Presswerk tätig. Der Bissendorfer führte Brücken- und Schwerlastkräne und war für Schwertransporte verantwortlich. Maatz hat einen Informationsbesuch des Schweizer Energieanlagenherstellers AREVA, der Ende April in den Räumen der Transfergesellschaft auf dem Osnabrücker Karmann-Werkgelände um Fachpersonal warb, genutzt. Der 46-Jährige wird ab dem 1. September weltweit Kernkraftwerke und Solaranlagen warten. Bis dahin poliert er auf Kosten der Transfergesellschaft seine Englischkenntnisse auf. Mit dem künftigen Job als Servicemonteur erfüllt sich der einstige Zimmermann seinen Traum, „in einem technisch anspruchsvollen Beruf mit Menschen verschiedener Nationalitäten zu arbeiten“.

Glauben an Träume und lieben die Herausforderung, mit Menschen unterschiedlicher Nationalitäten zu arbeiten: Ingo Maatz und seine Schaffer service-Beraterin Ina Barnowsky, die als Placementberaterin bereits ihren Traumjob gefunden hat. (Foto: Rippl, Schaffer service GmbH)


Auch Roswitha Rüter hat die Chancen, die Schaffer service bietet, mit beiden Händen ergriffen. Seit 1989 war sie bei Karmann in Osnabrück angestellt – zunächst als Produktionshelferin in der Endmontage, dann als Mitarbeiterin in der Werkkantine. Die 51-Jährige hat mittlerweile ein vierwöchiges Praktikum bei dem Osnabrücker Cateringservice „OptiMahlzeit Wellnes“ hinter sich und gute Aussichten, dort fest eingestellt zu werden. Inhaberin des Dienstleisters für anspruchsvolle Gaumen ist die ehemalige Karmann-Mitarbeiterin Regina Schremmer, die sich im vergangenen Jahr mit Unterstützung von Schaffer service selbstständig machte. Zuvor hatte die Köchin sieben Jahre lang in der Werkkantine gearbeitet. Jetzt freut sich die 51-Jährige über den wachsenden Erfolg ihres eigenen Kleinunternehmens.

Die Leidenschaft, aus hochwertigen Zutaten eine leichte, kreative Küche zu zaubern und sie
appetitlich zu präsentieren, hat die ehemaligen Karmann-Mitarbeiterinnen Regina Schremmer
(rechts) und Roswitha Rüter zusammengeführt. Foto: Rippl, Schaffer service GmbH (Foto: Rippl,
Schaffer service GmbH)

Kurzporträt Schaffer service GmbH
Die Schaffer service GmbH wurde am 1. Oktober 2006 auf Anregung des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) exklusiv für die Mitarbeiter der Wilhelm Karmann GmbH gegründet, die seit September 2006 ihre Jobs am Stammsitz des Automobilbauers in Osnabrück verloren haben. Schaffer service ist eine Tochter der Schaffer consulting GmbH in München, die seit Jahren erfolgreich Unternehmen und deren Mitarbeiter bei Teil- und Betriebsschließungen, Personalrestrukturierungen oder Insolvenzen berät. Das Land Niedersachsen fördert den Transfer in erheblichem Umfang über das Programm Dynamische Integration in den Arbeitsmarkt (DIA) aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Die konkrete Umsetzung erfolgt über die NBank. Die Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen hat den Auftrag, die ESF-Förderung durch Beratung, Öffentlichkeitsarbeit, Fortbildung und Serviceangebote zu unterstützen und prüft die korrekte Verwendung der Mittel.

Zielvorgabe mindestens 60 Prozent
Aufgabe von Schaffer service ist es, gemeinsam mit dem Osnabrücker Autozulieferer, der Bundesagentur für Arbeit und der niedersächsischen Landesregierung einen sozialverträglichen Weg für die ehemaligen Arbeiter und Angestellten in neue Beschäftigung zu finden. Zielvorgabe: mindestens 60 Prozent der Arbeitssuchenden zu vermitteln. Sie erhalten während ihrer befristeten Zugehörigkeit zu der Transfergesellschaft - je nach Kündigungsfrist zwei Monate bis zu einem Jahr - Kurzarbeitergeld in Höhe von 60 bis 67 Prozent ihres letzten Nettolohns von der Arbeitsagentur. Karmann steuert weitere 18 Prozent bei, übernimmt die Sozialbeiträge, Urlaubs- und Feiertagslöhne sowie einen Teil des Qualifizierungs- und Beratungsbudgets.

Sie haben Fragen an Thomas Gerwert, Leiter Research Schaffer service GmbH, zu Qualifizierung und Vermittlung? Sie erreichen ihn unter Tel. 0541/581-3067 oder mobil 0177 3201973.

Wenn Sie ein Interview mit Regina Schremmer, Roswitha Rüter oder Ingo Maatz führen möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit unserer Pressesprecherin Britta Grashorn (Tel. 0511/698-509, mobil 0171 1909471) auf. Sie beantwortet auch gern andere Fragen zur Arbeit von Schaffer service.

Download:
PM_Schaffer_31072008.pdf

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