Halbzeitbilanz Personaltransfer Karmann Osnabrück: Einzelberatung zahlt sich aus
11. April 2007
(bg) Osnabrück, 11. April 2007. 41 Prozent der ehemaligen Mitarbeiter des Karmann-Stammwerkes in Osnabrück, die von der Transfergesellschaft Schaffer service betreut werden, haben neue Berufsperspektiven. Damit tragen die strategische Personalberatung und marktorientierte Qualifizierungen bereits nach einem halben Jahr Früchte.
Probearbeitsverhältnis angetreten. 22 MitarbeiterInnen befinden sich in Qualifizierungsmaßnahmen, zwei in Umschulungen. Neun Fachkräfte haben sich für die Selbstständigkeit entschieden. Damit liegt die Vermittlungsquote bei 41 Prozent – nach einem Drittel der zur Verfügung stehenden Zeit. Der Personaltransfer ist auf den 31. Januar 2008 befristet.
Fahnden nach passgenauen Stellen
Geschäftsführerin Rommy Schaffer führt den bisherigen Erfolg nicht nur auf die derzeit günstige Konjunktur und das "vorbildliche Zusammenspiel" mit der Arbeitsagentur Osnabrück, dem Automobilkonzern und dem Land Niedersachsen zurück. Sie verweist auch auf das erfolgreiche Einzelcoaching: Um die KlientInnen optimal auf einen erneuten Einstieg in die Arbeitswelt vorzubereiten, wird in Einzelgesprächen das individuelle Potenzial sorgfältig analysiert und ein konkretes berufliches Ziel definiert. Gemeinsam mit dem geschulten Beraterteam optimieren sie ihre Bewerbungsunterlagen und werden auf den Kontakt mit potenziellen Arbeitgebern vorbereitet. Zusätzlich fahndet ein kreatives Expertenteam mithilfe einer sorgfältig gepflegten Kontaktdatenbank auch im „verdeckten“ Arbeitsmarkt nach passgenauen Stellen. Die Qualifizierungsexperten von Schaffer service suchen nach Möglichkeiten vor Ort, um schnell die Zusatzfertigkeiten vermitteln zu können, die aktuell in der betroffenen Branche bzw. inder Region gefragt sind.
Vom Band auf die Lok
Auf diese Weise sind in den vergangenen Monaten mehrere maßgeschneiderte Qualifizierungen für die ehemaligen Karmann-MitarbeiterInnen in Osnabrück entstanden: Seit Anfang März bereiten sich zehn Autobauer auf ihren künftigen Einsatz als Lokführer im niedersächsisch-nordrheinwestfälischen Schienenpersonennahverkehr bei der "WestfalenBahn" vor. Zusätzlich bilden sich 13 Metallfacharbeiter, die als Werkzeugmacher, Schlosser und Industriemechaniker für Karmann gearbeitet haben, an computergesteuerten Fräsmaschinen zur "Fachkraft Zerspanungstechnik (IHK)" fort. Die künftigen CNC-Dreher und -Fräser sind nicht nur in der Region Osnabrück sondern auch bundesweit heiß begehrt. Möglich wurde die innerhalb weniger Wochen neu geschaffene, bisher einzigartige Schulung durch den beherzten Einsatz der IHK Osnabrück und der dortigen Berufsschule für Metallberufe. Sie haben die Idee für eine zertifizierte CNC-Zusatzqualifikation, die nahezu täglich bei Schaffer service von Metallarbeitgebernnachgefragt wird, begeistert aufgegriffen und in rasantem Tempo umgesetzt.
Erfolgreich im Ausland oder mit der eigenen Firma
Aber auch Selbstständige oder Auswanderer werden bei Schaffer service optimal vorbereitet: Ein 36-Jähriger Elektroinstallateur aus Osnabrück konnte sich das entsprechende Know-how aneignen, um sich eine erfolgreiche Existenz als Thermograf aufzubauen: Er spürt jetzt „Wärmelecks“ an Fassaden auf. Ein anderer Ex-Karmann-Mitarbeiter ist gerade zu Vorstellungsgesprächen nach Australien und Neuseeland aufgebrochen. Die Arbeitsagentur und Schaffer service genehmigten dem Industriemechaniker einen Intensivenglischkurs mir Einzelcoaching und halfen im Kampf mit den Behörden. (Detaillierte Hintergrundinformationen zum Thema "marktorientierte Zusatzqualifikationen" sowie Bild- und Hörfunkmaterial finden Sie auf unserer Homepage www.die-besten-im-nordwesten.de im Pressebereich.)Kurzporträt Schaffer service GmbH
Die Schaffer service GmbH wurde am 1. Oktober vergangenen Jahres auf Anregung von Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) auf dem Werkgelände der Wilhelm Karmann GmbH in Osnabrück exklusiv für die MitarbeiterInnen gegründet, die seit September 2006 ihre Jobs am Stammsitz des Cabriospezialisten verloren haben. Von den zunächst gekündigten 633 ProduktionsmitarbeiterInnen wechselten 540 oder 86,5 Prozent zu Schaffer service. Von der zweiten Kündigungswelle zu Beginn des Jahres 2007 waren zusätzlich Verwaltungsangestellte und MitarbeiterInnen interner Dienstleistungsbreiche betroffen. 94 Jobsuchende sind seit dem 1. Februar 2007 Angestellte der Transfergesellschaft. Damit haben sich von den 113 KandidatInnen der zweiten Welle, die das Profiling durchlaufen haben, 83,2 Prozent für die Betreuung durch Schaffer service entschieden.Aufgabe der Transfergesellschaft ist es, gemeinsam mit dem Osnabrücker Cabriospezialisten, der Bundesagentur für Arbeit und der niedersächsischen Landesregierung einen sozialverträglichen Weg für die ehemaligen ArbeiterInnen und Angestellten in neue Beschäftigung zu finden. Zielvorgabe: mindestens 60 Prozent der Arbeitssuchenden zu vermitteln. Sie erhalten während ihrer befristeten Zugehörigkeit zu Schaffer service - je nach Kündigungsfrist zwei Monate bis zu einem Jahr - Kurzarbeitergeld in Höhe von 60 bis 67 Prozent ihres letzten Lohns von der Arbeitsagentur. Karmann steuert weitere 18 Prozent Lohn bei, übernimmt die Sozialbeiträge, Urlaubs- und Feiertagslöhne sowie einen Teil des Qualifizierungs- und Beratungsbudgets. Das Land Niedersachsen fördert den Transfer der Karmann-MitarbeiterInnen in erheblichem Umfang über das Programm Dynamische Integration in den Arbeitsmarkt (DIA) aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Schaffer service ist eine Tochter der Schaffer
consulting GmbH in München, die erfolgreich Unternehmen bei Teil- und Betriebsschließungen, Personalrestrukturierungen oder Insolvenzen berät.
Diese Pressemitteilung sowie weiterführende Informationen und Bildmaterial zur honorarfreien Verwendung finden Sie auf der Homepage von Schaffer service unter www.die-besten-im-nordwesten.de. Wir bitten Sie, uns freundlicherweise Belegexemplare zur Verfügung zu stellen.
Datei zum Download:
PM_Schaffer_11042007.pdf